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Mal ganz ehrlich – Was kannst du eigentlich?

Was haben Familienfeiern und Netzwerktreffen gemeinsam? Die Scheu vor der Frage: „Was machst du eigentlich?“. Verständlich, aber prägnant zusammenzufassen, worin man ganz besonders gut ist, das treibt vielen Schweißperlen auf die Stirn. Bevor du diese Frage deiner Großtante genauso klar beantworten kannst, wie dem Vorstand eines DAX-Unternehmens, musst du in die Reflektion gehen. Leichter gesagt als getan? Lass uns dir eine Übung zeigen.

Im vergangenen Blogbeitrag haben wir dir eine Möglichkeit aufgezeigt, herauszufiltern, wofür du brennst. Das Was steht dir nun mehr oder weniger deutlich gegenüber. „Das, was ich mache, machen auch tausend andere. Warum sollte gerade ich mich Expert:in nennen?“ Dieser Denkweise liegen zwei Trugschlüsse zugrunde, die wir auflösen möchten:

  • „Tausend Andere“: Es darf zu ein und demselben Thema mehrere Expert:innen, Thought Leader oder Koryphäen geben. Gleichrangig und konkurrenzlos. Dir selbst Kompetenz zuzusprechen, heißt nicht, dass du sie anderen absprichst.
  • „Gerade Ich“: Die Kombination deiner Persönlichkeit, Erfahrung und Herangehensweisen ist einzigartig. Und genau dort liegt der Schlüssel zu deiner erfolgreichen Personal Brand.

Gib deiner Kompetenz Raum

Sich selbst mal so richtig Honig ums Maul schmieren kann sich ungewohnt anfühlen. Vielleicht, weil wir dazu neigen, uns unsere Unzulänglichkeiten vorzubeten. Vielleicht, weil wir uns zu wenig Raum geben, mal aus sachlicher Distanz aufzuzählen, wo unsere Fähigkeiten liegen. Mit dieser Übung sammelst du die Stärken, denen du dir bewusst bist und spürst all jene auf, die du bisher vor dir selbst versteckt hast.

„Was kannst du?“ – Eine Entdeckung in drei Schritten:

1. Dare to believe it

Wir stellen jeder Kundin die Frage, worin sie besonders gut sei – dann schweigen wir. Oft entsteht eine Pause aus Nachdenken, Abwägen und „Mhh, kann ich das sagen?“. Doch in den allermeisten Fällen folgt nach kurzer Stille ein Feuerwerk der Skills.

Nimm dir ein weißes Blatt und einen Stift. Beginne in der Mitte des Blattes aufzuschreiben, was du besonders gut kannst. Mache so lange weiter, bis das gesamte Blatt voll ist.

  • Wobei gerate ich in den Flow?
  • Wobei werde ich um Rat gefragt?
  • Wann denke ich insgeheim: Das kann ich besser?

Ob Zuhören oder den Überblick behalten, Buchhaltung oder Photoshop. In den nächsten Tagen ergänzt du all die Fähigkeiten, die dir zwischendurch einfallen. Wichtig ist nur eines, alle Antworten müssen spontan sein – ohne Filter. Nimm dir deine eigenen Worte zu Herzen und traue dich, der Liste zu glauben.

Tipp: Es fällt dir schwer, das Blatt zu füllen? Versuche über dich selbst nachzudenken wie über eine gute Freundin. Was würdest du ihr sagen?

2. Find your ally

Auf einem Auge sind wir blind. Die Selbstreflexion ist darum trotz aller möglichen Tools und Tricks begrenzt. Input von außen ist der Schlüssel. Suche dir eine Person in deinem Umfeld, der du vertraust. Sie sollte dich und deine Fähigkeiten realistisch einschätzen können, jedoch das nötige Feingefühl haben, Feedback richtig zu dosieren.

Schaffe einen ungestörten Moment zum Reden, ohne die Person deiner Wahl auf das Gespräch vorzubereiten. Auch diese Antworten sollen frei und spontan entstehen. Führe ein kleines Interview mit deinem Ally und bitte um uneingeschränkte Ehrlichkeit.

  • Was kann ich besonders gut?
  • Was kann man von mir lernen?
  • Was weiß ich noch nicht über mich?

Einige Aussagen werden sich mit denen deiner Liste überschneiden. Andere werden dich sogar überraschen. Lass das Gespräch wirken und ergänze deine zukünftige Selbsteinschätzung.

3. What’s my superpower?

Nachdem du gezielt die Selbst- und Fremdeinschätzung genutzt hast, um deine Fähigkeiten herauszufinden, schließt du die Übung mit einem Energiebooster ab: Frage alle Menschen, auf deren Meinung du Wert legst, was deine ganz persönliche Superpower ist.

Finde die Verbindung

Die Liste deiner Fähigkeiten dürfte inzwischen überquellen, oder? Ordne die Ergebnisse übersichtlich und verinnerliche sie – dein Skillset is einzigartig. Wie du das, wofür du stehen möchtest mit diesem Skillset zu deiner individuellen Personal Brand formst, zeigen wir dir in diesem Beitrag. Viel Spaß beim Beantworten der Frage: Was kann ich?

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